Montag, 29. Mai 2017

Petition wegen G-BA-Beschluss "kein Zusatznutzen für Palbociclib"

Unser aller Hilfe ist gefragt wegen dem fragwürdigen patientenfeindlichen Beschluss des Gemeinsamen Bundesausschusses (kein Zusatznutzen für Palbociclib). 
Wer Betroffen ist oder sich betroffen fühlt und das nicht hinnehmen möchte, hat hier die Möglichkeit. 
Petition Wir fordern die Wahrung von Patienteninteressen bei der Beurteilung von Krebsstudien durch den G-BA

Donnerstag, 30. Juni 2016

Neue Broschüre "Ehemänner und Partner" für Brustkrebs Partner (Klarigo Verlag)

In der neuen Broschüre geben sieben Partner von betroffenen Patientinnen in persönlichen Schilderungen einen sehr aufschlussreichen Einblick in ihre Emotionen. Sie schildern Wege, wie sie mit der Situation umgegangen und wieder Kraft für sich und ihre Partnerin geschöpft haben. Begleitet wird jede Lebenserfahrung durch eine Betrachtung und Erläuterung einer erfahrenen Psychologin. Empfehlung!
Foto: Roland Emmenlauer
Die Broschüre kann im Moment nicht bestellt werden, ist aber bereits als Download verfügbar auf dieser Seite der Fa. Novartis:
Link Ehemänner und Partner

Montag, 25. April 2016

Mammografie: Krebsrisiko auch bei falschem Alarm erhöht

Auszug aus dem Text:
Gefährdet erscheinen vor allem Frauen, bei denen Verkalkungen gefunden
wurden. Noch höher ist das Risiko, wenn mindestens zwei falsch positive Befunde mit unterschiedlichen Merkmalen erhoben wurden. In diesen Fällen könnten nach Einschätzung der Forscher jährliche Nachuntersuchungen sinnvoll sein.
Mammografie: Krebsrisiko auch bei falschem Alarm erhöht

Quelle: Ärzte Zeitung, 25.04.2016

Samstag, 19. September 2015

Männer gesucht für ein Broschürenprojekt für Partner von an Brustkrebs oder metastasierten Brustkrebs erkrankten Frauen

Männer gesucht!
Für ein Broschürenprojekt vom Klarigo-Verlag für Partner von an Brustkrebs oder metastasierten Brustkrebs erkrankten Frauen suchen wir 7 Männer, die bereit sind Ihre Erfahrung und Erlebenswelten zu teilen. 

Jeder Teilnehmer bekommt einen kleinen Fragenkatalog, der helfen soll, seine Erfahrungen zu strukturieren. Die Antwort soll ca. 1 DIN A4 Seite umfassen. 
Aufwandsentschädigung 50 € 
Bitte bis 25. September melden bei: Roland Emmenlauer, 
Email: brustkrebspartner@gmx.de 

Der Klarigo-Verlag für Patientenkommunikation oHG ist ein sehr empfehlenswerter, seriöser Verlag mit sehr freundlichen Mitarbeiterinnen. Ich habe schon einmal dem Verlag zugearbeitet für diese Broschüre und würde mich sehr freuen, wenn wir weitere sechs Männer finden, die mitarbeiten. 
Foto Roland Emmenlauer

Sonntag, 19. Juli 2015

Strahlentherapie: Entscheidend für jede zweite Krebsheilung

Für Schnellleser Auszug:

Individualisierte Konzepte bei Brustkrebs

"Die Radiotherapie hat sich zu einer Risiko-adaptierten
personalisierten Methode entwickelt", erklärte Professor Frederik Wenz aus Mannheim, Pressesprecher der DEGRO. Bei Brustkrebs-Patientinnen zum Beispiel sind individualisierte Bestrahlungskonzepte möglich geworden.Während früher bei alle Patientinnen nach der Op eine Ganzbrustbestrahlung über fünf bis sechs Wochen Standard war, wird heute die Therapie auf die Aggressivität und Größe des Tumors abgestimmt.
Insbesondere bei älteren Patientinnen (> 65 Jahre) mit in der Regel weniger aggressiven Tumoren erfolgen verkürzte Bestrahlungen über nur noch drei Wochen (so genannte Hypofraktionierung), berichtete Wenz.

Über 70-jährige Lymphknoten-negative Patientinnen mit kleinen Tumoren (< 2 cm) werden zum Teil auch nur einmalig während der Op bestrahlt oder erhalten nur noch eine akzelerierte Teilbrustbestrahlung über
wenige Tage nach der Op. 

Andererseits werden bei jüngeren Patientinnen mit aggressiven Tumoren und Lymphknotenbefall große Volumina noch intensiver als früher bestrahlt.
Zu den Fortschritten zählt auch die gezielte Bestrahlung von limitierten Metastasen, zum Beispiel in der Lunge oder Leber, in wenigen Sitzungen mit höheren Dosierungen, sagte Peters.
Die Strahlentherapie wird hier nicht mehr nur palliativ zum Beispiel zur Schmerzlinderung eingesetzt, sondern es sei auch ein Ziel geworden, dadurch die Lebenszeit der Patienten zu verlängern.
Zu den neuen Bestrahlungskonzepten zählt die Radiotherapie mit Protonen und Schwerionen, die eine gezieltere Bestrahlung des Tumorgewebes als mit Röntgenstrahlen (Photonen) ermöglichen und deshalb
schonender ist. 

Link: 
Strahlentherapie: Entscheidend für jede zweite Krebsheilung

Quelle: Ärzte Zeitung, 17.07.2015

Mittwoch, 20. Mai 2015

Von Mann zu Mann: Wenn die Partnerin Brustkrebs hat

© 1999 - 2015 Roche Deutschland Holding GmbH
Eine neue Onkologie-Info-Broschüre vom Klarigo-Verlag ist bei der Fa. roche gelistet worden und kann kostenlos bestellt werden. Ich freu mich persönlich, weil ich ein wenig mitorganisieren durfte.
Link: Von Mann zu Mann

Montag, 27. April 2015

Brustkrebs: Nach der Diagnose Ernährung umstellen

Gesunde Kost - weniger Todesfälle: 
Brustkrebs: Nach der Diagnose Ernährung umstellen

Quelle: Ärzte Zeitung, 20.06.2014

Rheinland-Pfalz: Immer weniger Patientinnen mit Brustkrebs

Die Leiterin der TK-Landesvertretung, Anneliese Bodemar, führt diese
Entwicklung unter anderem auf "ein verstärktes Bewusstsein für die
Bedeutung einer gesunden Lebensführung" zurück. (chb)

Rheinland-Pfalz: Immer weniger Patientinnen mit Brustkrebs

Quelle: Ärzte Zeitung online, 13.04.2015

Anmerkung vom Blogger: "gesunde Lebensführung" bedeutet konkret - was? 


Mittwoch, 22. April 2015

Neue Erkenntnisse zur Wirkung und Nicht-Wirkung von Tamoxifen

mamazone - Welcher CYP2D6-Typ sind Sie?

Quelle: mamazone Publikationen

Interview: Erfolg der Tamoxifen-Therapie hängt auch vom Genotyp ab

Interview zum Galenus-Forschungspreis

Tamoxifen-Therapie: Erfolg hängt auch vom Genotyp ab

Tamoxifen-Therapie: Erfolg hängt auch vom Genotyp ab

Mit Tamoxifen steht für die adjuvante endokrine Therapie beim Mammakarzinom eine wirksame Therapieoption zur Verfügung. Professor Hiltrud Brauch aus Stuttgart hat zusammen mit ihrem Team gezeigt, dass durch Analyse von Cytochrom 2D6-Polymorphismen jene Frauen identifiziert werden können, bei denen Tamoxifen nicht optimal wirkt.
Tamoxifen-Therapie: Erfolg hängt auch vom Genotyp ab
Ärzte Zeitung: Sie wurden für den Galenus-Preis nominiert, weil Sie Polymorphismen im Cytochrom p450-System beschrieben haben, die für das Therapieabschneiden (Outcome) von Tamoxifen bei Frauen mit hormonrezeptorpositivem Brustkrebs von Relevanz sind. Warum ist das Cytochrom p450-System für die Tamoxifen-Therapie bedeutsam?
Professor Hiltrud B. Brauch: Bei Tamoxifen handelt es sich um eine so genannte Prodrug, ein Medikament, das erst dann wirkt, wenn es im Körper biochemisch in die aktive Form umgewandelt wird. Wie bei vielen anderen Medikamenten geschieht diese Aktivierung durch das Cytochrom p450-System (CYP), genauer gesagt durch das in der Leber gebildete CYP2D6.
Ärzte Zeitung: Welche CYP2D6-Polymorphismen sind im Hinblick auf Tamoxifen besonders interessant?
Brauch: Wir reden beim CYP2D6 von über 100 Genvarianten. Die Aktivität dieses Enzyms ist von Mensch zu Mensch sehr unterschiedlich und kann heute durch Gen-Varianten vorhergesagt werden. Für die Routinebestimmung sind kommerzielle Tests verfügbar. CYP2D6 ist seit vielen Jahren ein wissenschaftlicher Schwerpunkt am IKP, da die Erstbeschreibung auf den früheren Leiter des IKP, Michel Eichelbaum, zurück geht. Die Leistung der hier nominierten Arbeit besteht darin, dass dieser vor mehr als 30 Jahren beschriebene Polymorphismus nun eine herausragende klinische Relevanz im Zusammenhang mit der Tumortherapie bekommt.
Wir haben jetzt eine umfassende, klar definierte, klinische Studie vorgelegt, die groß genug und statistisch hinreichend gepowert war, um den Zusammenhang zwischen CYP2D6 und Outcome der Tamoxifen-Therapie aufzuzeigen. Jetzt ist es möglich, diesen Zusammenhang sinnvoll zu interpretieren.
Ärzte Zeitung: Können Sie kurz die Eckpunkte Ihrer Studie nennen?
Brauch: Es handelte sich um eine retrospektive Studie bei 1325 postmenopausalen Brustkrebspatientinnen, die eine adjuvante Anti-Hormontherapie mit Tamoxifen erhalten hatten. Bei diesen Frauen haben wir über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren untersucht, wie die CYP2D6-Genvarianten mit dem klinischen Outcome und damit der Effektivität einer Langzeittherapie korrelierten. Die klinischen Endpunkte waren Relapse der Brustkrebserkrankung beziehungsweise ereignisfreies Überleben.
Das Ergebnis war ein deutlich schlechteres Abschneiden bei mittels Gendiagnostik ermittelter, eingeschränkter CYP2D6-Enzymfunktion beziehungsweise umgekehrt, ein positives klinisches Outcome bei voller CYP2D6-Funktion.
Ärzte Zeitung: Was genau heißt das in Zahlen?
Brauch: Grob gesagt haben etwa 40 Prozent der Frauen kein Problem mit der Verstoffwechselung und damit der Aktivierung von Tamoxifen. Etwa acht Prozent der Frauen haben keine nennenswerte CYP2D6-Aktivität in Bezug auf Tamoxifen, aktivieren die Substanz also gar nicht oder kaum. Über die Hälfte liegt in einem Intermediärbereich, hat also eine eingeschränkte CYP2D6-Aktivität in Bezug auf Tamoxifen.
Ärzte Zeitung: Müssen diese Daten noch durch eine prospektive Studie bestätigt werden?
Brauch: Prinzipiell ist festzustellen, dass prospektive Daten besser als retrospektive Daten sind. Im Falle der Tumortherapie allerdings gilt, dass eine prospektive Studie voraussetzt, dass für das Ansprechen der Therapie mindestens fünf Jahre Nachbeobachtung erforderlich sind. Es stellt sich damit die Frage, inwieweit es medizinisch und ethisch gerechtfertigt ist, Patientinnen eine Verbesserung mit Hinblick auf die Vorhersage der Effizienz einer Therapie vorzuenthalten.
Ärzte Zeitung: Was genau sind für Sie die klinischen Konsequenzen aus Ihren Daten?
Brauch: Entscheidend ist, dass wir bei der adjuvanten Anti-Hormontherapie von postmenopausalen Frauen mit Brustkrebs mit Tamoxifen und den Aromatase-Hemmern derzeit zwei fast gleichwertige Therapien haben. Wenn wir mit einem CYP2D6-Test jene Frauen identifizieren, die Tamoxifen nicht oder nur eingeschränkt verstoffwechseln, dann könnten diese Frauen von vornherein einen Aromatase-Hemmer bekommen. Bei Frauen, die Tamoxifen gut verstoffwechseln, sollte in individueller Entscheidung eine wirksame Therapie mit geringem Risiko für Nebenwirkungen am Knochenstoffwechsel Anwendung finden.
Ärzte Zeitung: Können Ärzte, die Patientinnen mit Brustkrebs versorgen, diesen Test heute schon anfordern?
Brauch: Tests für CYP2D6-Varianten sind kommerziell erhältlich. Ratsam ist es in jedem Fall, den Test bei einem Zentrum anzufordern, bei dem ein klinischer Pharmakologe mit Kenntnissen der pharmakogenetischen Diagnostik eingebunden ist. Deshalb bieten wir diese Analysen mit Befundung und Interpretation bundesweit an, was aber nicht heißt, dass es andere nicht auch können.
Ärzte Zeitung: Werden Sie zu CYP2D6 und Brustkrebs noch weiterforschen, oder ist da jetzt alles geklärt?
Brauch: Wichtig ist, dass die Daten unserer Publikation im "Journal of the American Medical Association" nur für postmenopausale Frauen gelten. Wir arbeiten derzeit an weiter führenden Studien zur Klärung dieses Zusammenhangs bei prämenopausalen Patientinnen sowie zur Identifizierung möglicher anderer Faktoren des Tamoxifen-Outcomes.
Das Interview führte Philipp Grätzel von Grätz

Quelle: Ärzte Zeitung, 29.09.2010, Copyright beachten!

Montag, 20. April 2015

Krebsdiagnose: Stress führt zu kognitiven Störungen

Brustkrebspatientinnen zeigen schon vor Therapie Aufmerksamkeitsstörungen. 
Ursache ist wohl posttraumatischer Stress. Weiterlesen: 

Krebsdiagnose: Stress führt zu kognitiven Störungen

Quelle: Ärztezeitung online, 20.4.2015

Freitag, 16. Januar 2015

Krebs: Erste Hilfe nach der Diagnose

Formulare, Anträge, Fragebögen: Nach der Krebsdiagnose ist der bürokratische Aufwand enorm. Das "Haus LebensWert" der Universitätsklinik Köln hilft Schwerstkranken dabei.

Krebs: Erste Hilfe nach der Diagnose

Quelle: Ärzte Zeitung, 16.01.2015

Samstag, 4. Oktober 2014

Brustkrebs Partner Gruppe auf facebook online

Wegen der vielen Anfragen habe ich jetzt eine facebook Gruppe gegründet, wo Partner von Brustkrebs-Betroffenen sich austauschen und informieren können. Frauen, die Fragen besorgter Partner beantworten würden, sind sehr willkommen.
Vielen Dank!
Brustkrebs Partner

Mittwoch, 17. September 2014

Neuer Knoten - Kopfkino

Eigentlich geht es uns gut. Eigentlich.
Mulle hat einen Mini-Job gefunden, der sie ausfüllt, sie mental fördert ohne zu überfordern, bei dem sie ihre mütterlichen Kompetenzen ausleben kann und wo sie sogar mehr Urlaub hat und besser bezahlt wird. 

Sie ist außerdem gut beschäftigt mit 15 Aquarien und fünf Katzen - und mit mir.
Eigentlich hat sich ihr Leben bis auf die Vergesslichkeit und ihre orthopädischen Einschränkungen sehr verbessert. Mulle würde nicht mehr tauschen gegen ihr altes Leben.
Eigentlich wäre alles perfekt, wenn sich nicht eines Tages ein Schmerz in der Brustwirbelsäule gemeldet hätte. Ein Schmerz, der ihr den Atem nimmt, wenn sie sich bückt. Ein Schmerz, der von einem Knoten an der Wirbelsäule ausgeht.
Früher hätte Mulle das erstmal ignoriert. 


Mulle ging zu ihrer Hausärztin, bei der sie seit ein paar Jahren ist. Diese behandelt immer gern mit Globuli, die gibt es für oder gegen so ziemlich alles, was Mulle bisher gedrückt hat. Bis auf Knoten.
Die Hausärtin hat ihr dieses Mal keine Kügelchen gegeben, sondern eine Überweisung zum Orthopäden (in sechs Wochen), zur Physiotherapie und eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung. 


Die Zeit verging, der Knoten blieb. 
Mulle wurde nervös. Ich habe sie abgetastet und auf eine Wirbelkörperblockade getippt und ihr Übungen gezeigt. 
Mulle wurde nervös. Da sie ja sehr verbindlich in ihrer Körpersprache ist, habe ich sie darauf angesprochen. Zögerlich und kleinlaut kamen ihre Worte, unter anderem "Metastase".
Ich weiß, dass es Mulle nicht hilft, wenn ich versuche, ihr das auszureden. Sie ist ein "gebranntes Kind". Außerdem sind ihre Ängste berechtigt. Brustkrebs muss nicht in die Knochen metastasieren, aber bei Knochenmetastasen denke ich sofort an Brustkrebs.
Ich habe ihr empfohlen, wieder zur Hausärztin zu gehen und offen zu sagen, dass sie Angst hat. Ich habe ihr empfohlen, "Knochenszinti" anzusprechen. Eine einfache Untersuchung, bei der man Knochenmetastasen sehen kann.
Große Erwartungen hatte ich nicht. Eine empathische und erfahrene Hausärztin hätte sie gleich überwiesen bei so einer Vorgeschichte. 


"Ach was, sie haben nichts!" war der Kommentar in der Sprechstunde.
Jetzt war Mulle erst recht sprachlos - vor Enttäuschung.
Ich motivierte Mulle, ihre Onkologin zu kontaktieren. 


Mulle musste nicht viel sagen, die Onkologin überwies sie von sich aus sofort zum Knochenszinti "bei der Vorgeschichte". 
Beim Knochenszinti kam Entwarnung. Aber auch Verständnis "bei der Vorgeschichte". 
Jetzt war der Termin beim Orthopäden. Mulle wurde untersucht. Der Orthopäde machte Röntgenbilder und empfahl von sich aus ein Knochenszinti "bei der Vorgeschichte".
Mulle war froh, mitteilen zu können, dass ihr Onki das schon veranlasst hatte und legte ihm die Bilder vor. 


Mulle bekommt jetzt Manuelle Therapie. Mulle ist wieder positiv, auch wenn der Schmerz sie noch plagt. 


Wenn Ihr nicht in guten Händen seid, wechselt den Arzt, Mulle wird das jetzt auch machen.
Es gibt keinen Grund für Panik, aber einen guten Grund für Wachsamkeit.
Passt gut auf Euch auf.

Sonntag, 22. Juni 2014

Brustkrebstest Oncotype DX® weiter keine Kassenleistung

Brustkrebstest weiter keine Kassenleistung

Gemeinsamer Bundesausschuss will weitere Bewertung zu genetischen Tests abwarten.
BERLIN. Patientinnen mit Brustkrebs müssen weiterhin auf unabsehbare Zeit bürokratisch aufwendige Erstattungsanträge im Einzelfall stellen, wenn sie den Oncotype DX® Brustkrebstest erhalten wollen. Die Aufnahme dieses Tests in den GKV-Leistungskatalog verzögert sich weiter.
Hintergrund ist die Entscheidung des Gemeinsamen Bundesausschusses, im Rahmen der Budgetpriorisierung den Erprobungsantrag für den Test nach dem neuen Paragrafen 137e SGB V abzulehnen. Paragraf 137e ermöglicht es, eine neue Leistung, die einen potenziellen Zusatznutzen bietet, schon in der Erprobungsphase zu Lasten der GKV einzusetzen. Das ist vor allem ein Vorteil für die ambulante Versorgung, in der ansonsten der Erlaubnisvorbehalt gilt.
Nun soll noch einmal eine vergleichende Bewertung der verschiedenen genetischen Tests vorgenommen werden. Nach Einschätzung des Oncotype-Herstellers Genomic Health Deutschland kann dieses Verfahren noch mehrere Jahre dauern, bis eine endgültige Entscheidung über die Aufnahme in den GKV-Leistungskatalog getroffen wird.
Tatsächlich wollen Patientinnen und ihre behandelnden Ärzte nicht mehr auf den Nutzen genomischer Tests bei der Entscheidung für oder gegen eine Chemotherapie verzichten. Nach Angaben des Herstellers sind allein in diesem Jahr rund 5000 Einzelanträge auf Erstattung der Testkosten von den Patientinnen gestellt worden. (HL)

Quelle: Ärzte Zeitung, 20.06.2014